Ich bin dann mal weg
30 September 2008
..so, das boarding beginnt und ich bin im Begriff das Land zu verlassen. Das klingt jetzt so richtig schön theatralisch. Richtig so.
Ab jetzt schreibe ich zwar weiter regelmäßig, kann die beiträge aber wegen der enormen Kosten für datenroaming nur hochladen, wenn das iPhone ein wlan entdeckt hat.
Im übrigen könnt Ihr aufhören, euch über die rechtschreibfehler zu beschweren, denn die sind fast alle durch die teilweise völlig abwegige rechtschreibkorrektur dieses telefons entstanden und es ist ein riesen Aufwand, die alle zu korrigieren.
Sorry dafür, ich bemühe mich trotzdem.
.
Ich bin durch
30 September 2008
Nein, nicht mit der Welt und so. Ich bin durch die Sicherheitskontrolle. Das erste mal ohne von den unterbezahlten securitas Leuten angeblökt zu werden. Ohne anstehen und ohne große Taschendurchsuchaktion. Wo bleibt denn da das Reisefeeling?
Naja, das ist dann wohl der Preis den man zahlen muß, wenn man Air France fliegt statt germanwings oder easyjet.
Der Flieger ist schon da, 70 Minuten vergehen aber mindestens noch bis zum Abflug.
Dank e-ticket (auch so eine Krankheit die mit den billigfliegern kam) konnte ich schon früher einchecken und habe nach Paris einen Fensterplatz. Für die Strecke Paris – New York habe ich mich für einen Gangplatz in der Mitte der Boing 747-400 entschieden in der Hoffnung dann etwas mehr Beinfreiheit zu haben. 189cm müssen ja irgendwie untergebracht werden.
Ach ja – Doreen, ich hab die Jacke gewaschen. Jetzt strahlt sie wieder in schönstem weiss.
.
Ich warte
30 September 2008
Ich schlafe
30 September 2008
Fünf stunden vor Abflug, Mein Wecker klingelt, der kleine Malu ist völlig irritiert. Trabt davon und legt sich auf die couch.
Eine stunde noch, dann ist dieser meist liebenswerte kleine Hund untergebracht.
Eine weitere und ich bin am Flughafen.
Nochmal eine stunde bis ich eingecheckt habe und durch die sicherheitskontrollen bin.
Dann heißt es warten. Warten auf den Abflug ist viel angenehmer als warten auf die Worte der sprechstundenhilfe beim Zahnarzt: “Herr h. Bitte” – nicht annähernd so angenehm wie warten auf das essen im cayetano.
Jetzt erstmal aufstehen, Malu wedelt mit dem schwanz. Er ist verschmust seit gestern Abend – die kleine Bürste – paßt garnicht zu ihm. Ich glaube er merkt das hier irgendwas anders ist als sonst.
Ich lebe
29 September 2008
..klar lebst du, du Pflaume. Ja, aber das war bezogen auf die ikeawerbung. Naja, in meinem kopf wars noch witzig.
Ich bin heute einige schritte weiter gekommen. Monocrom hat mir noch ein Dutzend agfa apx Filme verkauft, entgegen meiner eigentlichen überzeugung fahre ich jetzt doch mit der mittelformat in die Stadt der Städte. Außerdem hat mir ein freundlicher Banker am alexanderplatz einige hundert Euro in einige mehr hundert Dollar gewechselt. Was ein scheiss Job, den ganzen Tag in so einer Bude zu hocken und Papier gegen anderes Papier zu tauschen.
Zu guter letzt hat mir die großartige dagmar (vielen vielen dank nochmal, du bist die größte!) zu einem Bett für die Nächte in downtown manhattan verholfen. Nun ist also 14 stunden vor Abflug alles in trockenen Tüchern und ich werde morgen um diese Zeit (auf meiner, nicht auf deiner Uhr) in New York City vor einem rumpelnden Koffer herumlaufen. Ein Wunder.
Obdachlos
25 September 2008
Gerade mit Oliver telefoniert. Es bestand Hoffnung, dass ich mit in seinem Hotel unterkommen kann. Nun aber hat sich das erledigt, ich werde mir doch ein hostel in Brooklyn suchen. Eigentlich garnicht so verkehrt, nun hab ich aber doch Angst was den Tag über mit meinen Sachen passiert. Kann ich mein Macbook einfach in den Koffer einschließen? Lasse ich es bei Oliver im Hotel? …und die Frage aller Fragen – wie komme ich eigentlich nach New York? Ob ich vielleicht mal einen Flug buchen sollte?
Urlaub
25 September 2008
Es hat mich viele Nerven gekostet, doch am Ende kam doch der erlösende Anruf. Jaja, ich bin spät dran, aber besser spät als nie. Genauso spät wie meine Chefin. Aber mal lieber von Anfang an:
Am Anfang war ein tshirt das mir meine Schwester von ihrer NYC Reise mitgebracht hat. Zugegeben, ich habe es damals nicht wirklich gewürdigt. Viel eher verkam es zu einem Staubfänger auf meiner Couch, wo es wohl noch immer lag als ich vor fast 2 Jahren aus Hessen nach Berlin ausgewandert bin.
Was? Ach, das ist dir jetzt zu sehr Urknall und zu wenig Spannung? Gutgut.. Im vergangenen Sommer hab ich nun also mit der festen Überzeugung im nächsten Jahr in die Staaten zu fliegen angefangen, Geld zu sparen. Ist garnicht mal so einfach – in Berlin. Aber das füllt wohl einen anderen Blog..
Vorläufiges Ende der Gedanken war dann ein Telefonat mit der schon erwähnten Schwester, in dem sie mir jegliche Illusionen nahm, mit meinem armseeligen Budget zum großen Apfel zu gelangen.
Keine 5 Tage ist es her, dass mein Atelierkollege Oliver mir angeboten hat, doch mit ihm zu fliegen. Da aber ging der Nervenkitzel erst los. Urlaub zu kriegen in meiner Firma ist an sich ja erstmal kein Problem – zumindest wenn man nicht ich ist. Montag wurde jemand krank, weswegen mein erster Urlaubsantrag mit “keine Chance” abgelehnt wurde. Mittwoch hab ich dann jemanden gefunden der für mich einspringt. Heute, ja. Per se hieß es dann wieder erstmal “keine Chance”. 4 Stunden Nervenkitzel ohne Antwort später kam er dann – der erwähnte Anruf.
“Hallo Mischa, das mit dem Urlaub geht klar, kannst deinen Flug jetzt buchen.”
Der erste Schritt nach Westen ist gemacht. Im besten Fall sitze ich am kommenden Dienstag in New York.
Warum im besten Fall? Das erzähle ich dann morgen…
Du suchst etwas, das leider nicht hier ist
24 September 2008
Ja, klar – wer kennt das nicht. Aber es wird etwas folgen.
Ich freu mich darauf – du auch?
mischa



